Monatsarchiv: Januar 2014

Colonel Meow ist tot

Ich bin traurig: Vorgestern ist Colonel Meow, eine Katzenberühmtheit aus den USA, gestorben. Die Bekanntgabe habe ich heute früh auf Meow’s Facebookseite gelesen.

Sogenannte „Celebrity Cats“ wie Maru, Grumpy Cat, Lil Bub etc. erfreuen sich ja neuerdings großer Beliebtheit und einige verfügen mittlerweile über riesige Fan-Gemeinden, die online die Abenteuer ihrer Lieblinge mitverfolgen. Und ja: Auch ich mache das. Wobei ich vor allem alles über den meist deprimierten Henri lese, dessen tiefsinniges Buch „Henri, le Chat Noir – The Existential Musings of an Angst-Filled Cat“ ich Euch wärmstens empfehlen kann. Mehr darüber an dieser Stelle: Link.

Aber den Colonel habe ich ebenfalls ganz gerne auf Facebook besucht – vielleicht auch, weil er mich immer ein wenig an meinen geliebten Gismo erinnerte, den ich 2012 verloren hatte.

Colonel Meow wurde quasi auf der Straße entdeckt und bekam über eine Katzenschutzorganisation bei Anne Marie Avey und Eric Rosario ein neues Zuhause. Innerhalb kürzester Zeit gewann der stets grimmig-verdrießlich dreinschauende Fundkater über 350.000 begeisterte Online-Follower (sogenannte „Minions“) – dank der herrlichen Schnappschüsse und witzigen, manchmal auch recht derben Kommentare, die Avey (die sich selbst als „Slave Beast“ bezeichnete) via Facebook, YouTube und Twitter von ihm veröffentlichte.

Übrigens wurde der eigenwillige Perser-/Himalayan-Mix nicht nur weltweit als außergewöhnlicher Entertainer geschätzt – er konnte sich auch wegen seinem extrem langen Fell (9 inch = 22,9 cm!) einen Eintrag im „Guinness Buch der Rekorde“ (Link) sichern.

Leider ist der Colonel nur drei Jahre alt geworden. Die genaue Todesursache ist noch nicht bekanntgegeben worden, aber er soll bereits seit letztem November an einer Herzerkrankung gelitten haben, für deren Behandlung seine zahlreichen Fans über 20.000 $ aufbrachten. R.I.P., wunderbarer Colonel Meow. Oder wie Leela Cosgrove auf Facebook schrieb: „May he dominate the afterlife and submit all there to his will …“

5. Bielefelder Hörsaal-Slam: Julia Engelmann

„Also los, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen“ – Zitat aus Julia Engelmanns „One Day/Reckoning-Text“. Genial, einfach nur genial:

Borrowed Light

Und jetzt noch ein wunderschöner Kurzfilm zum Thema „Lichtverschmutzung“. Er ist der Gewinner des Dark Sky Defender Award 2013 der International Dark-Sky Association:

Diese und jede Menge andere interessante Infos über die Zerstörung der Nacht habe ich übrigens hier auf Facebook entdeckt: Gemeinsam gegen Lichtverschmutzung – kann ich Euch sehr empfehlen!

Mülheimer Altstadtimpressionen Teil 6: Lichtverschmutzung

Und wieder ein neuer Aufreger – dieses Mal der WAZ-Bericht zur neuen Kirchenaußenbeleuchtung auf dem Kirchenhügel: Link. Ich habe dort gerade direkt einen Kommentar gepostet. Hoffentlich hilft es was – sonst sehe ich nämlich echt schwarz für die Mauersegler, die dort im Frühjahr vielleicht wieder nisten wollen: 😦

Angestrahlt: Petrikirche in Mülheim

Angestrahlt: Petrikirche in Mülheim

„So schön das Ganze auch auf den ersten Blick erscheint – wirklich durchdacht ist es nicht. Die pompöse Festbeleuchtung erstrahlt nämlich nicht nur zur Abendzeit, sondern die komplette Nacht durch und das auch noch von Bodenstrahlern aus, die wegen ihrer umweltschädigenden Wirkung ganz besonders in der Kritik stehen. Längst beschäftigen sich viele europäische Länder mit dem Thema Lichtverschmutzung – also mit der Zerstörung der Nacht. Nicht nur um Energie zu sparen, sondern auch, weil die permanente unnatürliche Dauerbeleuchtung ganze Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringt, z.B. Laubbäume zerstört, nachtaktive Tiere wie Fledermäuse schädigt, Zugvögel fehlleitet etc., gelten mittlerweile in Ländern wie Frankreich, Tschechien und Slowenien strenge Gesetze gegen Lichtverschmutzung. So empfiehlt z.B. die UNESCO

– die Reduzierung unnötiger Beleuchtung
– den völligen Verzicht auf Bodenleuchten
– begrenzte Beleuchtungszeiten, z.B. nur in den ersten Abendstunden.

Mehr zum Thema Lichtverschmutzung ist hier zu finden: http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtverschmutzung

Besonders ärgerlich ist, dass wir Bürger diesen Unsinn offenbar auch noch mitfinanzieren. Es bleibt nur zu wünschen, dass die Verantwortlichen es schaffen, den Schaden wenigstens etwas zu begrenzen, indem sie die Festbeleuchtung nur noch bis 22.00, max. 23.00 Uhr laufen lassen.“

Nachtrag: In der 4. KW erreichte mich die Info, dass auf Hinweis und Bitte aus der Bevölkerung die neue Beleuchtung der beiden Hauptkirchen in der Altstadt von 24.00 Uhr bis 6.00 Uhr in der Nacht ausgeschaltet wird. Danke, Mülheim!