Schlagwort-Archive: Mülheim

Neues zur Leineweberstraße

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Wertvoll und einzigartig: Die Platanen-Allee in der Leineweberstraße im April 2017.

Mittlerweile habe ich mich mit der Mülheimer BaumWatch-Gruppe auf Facebook in Verbindung gesetzt. Natürlich möchte auch sie verhindern, dass die wunderschöne, schützenswerte Platanen-Allee der Leineweberstraße der Kettensäge zum Opfer fällt. Ich habe nun die Hoffnung, dass eine rege Beteiligung bei der Info-Veranstaltung am kommenden Donnerstag (27.04., 18:00 Uhr in der Dezentrale, Leineweberstr. 15-17) die Stadtbäume doch noch vor der Fällung retten kann. Es ist zudem möglich, sich schriftlich beim

Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Stadtentwicklung
Herrn Blasch
Hans-Böckler-Platz 5
45468 Mülheim

für den vollständigen Erhalt einzusetzen. Und es existiert seit heute eine Online-Petition, die nicht nur unterschrieben, sondern auch sehr einfach über die sozialen Netzwerke weiterverbreitet werden kann: Link

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Mülheims Masterplan

Neues aus Mülheim: Wie die WAZ zuletzt am 07.04.2017 vermeldete, soll die Leineweberstraße – und damit wohl die letzte Allee in der Mülheimer Innenstadt – nun „freundlicher gestaltet werden“ (Link). Das bedeutet nach dem Geschmack der Mülheimer Politiker mal wieder: Abholzen, was das Zeug hält. Nachdem für das umstrittene Ruhrbania-Projekt schon trotz zahlreicher Bürgerproteste das Gartendenkmal der Ostruhranlagen samt wertvollen alten Baumbestand plattgemacht wurde, soll es bereits in diesem Jahr zwölf Platanen der Leineweberstraße an den Kragen gehen – um Platz für drei (!) Parkplätze zu schaffen. Insgesamt sind nur zwei Ersatzpflanzungen vorgesehen.

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Die Leineweberstraße ist eine der ganz wenigen grünen Oasen inmitten der Stadt Mülheim. Dass dort einige Leerstände zu beklagen und nicht so viele attraktive Geschäfte zu finden sind, wird ganz sicher nicht an den schönen alten Bäumen liegen. Lt. WAZ-Artikel vom 08.02.2017 (Link) geht die Stadtverwaltung davon aus, dass die massive Ausdünnung von fast jeden zweiten Baum den Alleecharakter nicht einschränken wird – was allerdings nur sehr schwer vorstellbar ist. Denn die Leineweberstraße ist gerade wegen ihrer relativ hohen Anzahl an alten Bäumen besonders attraktiv, bietet vor allem in den Sommermonaten eine angenehm kühle Atmosphäre unter einem dichten grünen Blätterdach. Die Idee, unbedingt mehr Licht in diesen Bereich bringen zu wollen, wird keine Verbesserung darstellen, denn ohne das viele Grün wird dann nur eines überdeutlich: Dass die Straße außer relativ hässlichen Geschäftshäusern nicht viel zu bieten hat (siehe Foto). In der PDF „Masterplan öffentlicher Raum Mülheim an der Ruhr 2015“ (Link) kann selbst die schöne Animation auf Seite 24 nicht darüber hinwegtäuschen. Hier ist übrigens auch erkennbar, dass die Planung von völlig anderen Bäumen ausgeht. Wie schon bei Ruhrbania liegen also offensichtlich Welten zwischen Entwurf und Realität.

Jetzt hat das Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Stadtentwicklung alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Info-Abend eingeladen: Donnerstag, den 27.04.2017 ab 18:00 Uhr in der Dezentrale, Leineweberstraße 15-17. Veranstaltungen dieser Art sind in der Regel deprimierend, weil sie an der bereits beschlossenen Sache nichts mehr ändern können. Ich bin aber trotzdem mal gespannt, ob die Kosten, für die die Anlieger nun entgegen der ursprünglichen Planung aufkommen sollen, ein Thema sein werden. Hätte man sich auch für die Umgestaltung entschieden, wenn die vorher bekannt gewesen wären? Und warum wurde der Landschaftsbeirat zu der Lichtung der geschützten Allee nicht befragt? Der hätte bei Änderungen dieser Art nämlich ein Vetorecht gehabt.

Er ist wieder da!

Der beliebte Tierheimkalender liegt bereit.

Der beliebte Tierheimkalender liegt bereit.

Der vom Tierschutzverein Mülheim an der Ruhr herausgebrachte Kalender erfreut sich schon seit vielen Jahren großer Beliebtheit und ich habe mir sagen lassen, dass der diesjährige besonders gut läuft. Vielleicht liegt es an der hübschen Titelkatze? Die wunderbaren Tierfotos stammen wie immer von Friedhelm Niederdorf, die passenden Texte von Marion Niederdorf und ich habe mich um Satz, Reinzeichnung und Druck-PDF gekümmert. Der Kalender ist beim Mülheimer Tierschutzverein, im städtischen Tierheim und bei vielen Tierärzten in Mülheim gegen eine Spende erhältlich. Der Erlös geht an das Städtische Tierheim Mülheim an der Ruhr.

Same procedure as every year

Aktuelle und ehemalige Tierheimbewohner zieren den Kalender.

Der Mülheimer Tierheimkalender ist da!

Der Kalender ist schon seit einigen Tagen bei den Mülheimer Tierärzten und beim Tierschutzverein Mülheim gegen eine Spende erhältlich. Mit den Einnahmen wird das Städtische Tierheim unterstützt. Die wunderbaren Fotos und Texte stammen wie immer von Marion und Friedhelm Niederdorf. Ich habe mich mal wieder um Satz, Reinzeichnung und Druck-PDF gekümmert.

Mülheimer Altstadtimpressionen Teil 11: Stein(e) des Anstoßes

Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Seit meinem letzten Eintrag sind nun schon fast drei Monate vergangen. Ich bin aber auch beim besten Willen nicht zum Bloggen gekommen. Warum? Nur so viel: Mein Wunsch, 2015 wieder als Mediengestalterin tätig zu werden, hat sich erfreulicherweise voll und ganz erfüllt. Aber so richtig. 🙂 Genauer gesagt habe ich seit Ende Januar sogar dermaßen viel Arbeit, dass ich Neuaufträge leider ablehnen muss – was ich sonst eigentlich so gut wie nie mache …

Trotz meiner beruflichen Verpflichtungen verfolge ich natürlich weiter die Entwicklungen auf dem Mülheimer Kirchenhügel. Was bleibt mir auch anderes übrig – schließlich befindet sich die Großbaustelle „Petrikirchenhaus“ ja direkt vor meiner Nase. Und auch dort wurde in den vergangenen Monaten sehr viel gearbeitet. Das ist das bisherige Ergebnis:

Petrikirchenhaus-Rohbau, 3. April 2015

Petrikirchenhaus-Rohbau, 3. April 2015

Und darüber regen sich mittlerweile immer mehr Menschen auf. Eigentlich vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht irgendeinen wütenden Passanten vor dem Rohbau erlebe. „Meine Kirche ist jetzt gar nicht mehr zu sehen“ ist einer der freundlicheren Kommentare. Anfangs hielt ich das noch für meinen subjektiven Eindruck, aber ein WAZ-Artikel vom 01.04.2015 hat mich nun bestätigt. Es ist tatsächlich so – das „Petrikirchenhaus“ bringt die Leute auf die Palme: Link.

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass sich das schlagartig ändern wird, wenn das Ungetüm erst einmal mit Bruchsteinen verkleidet ist. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Mülheimer Altstadtimpressionen Teil 10: Hüttenbau

Seit vergangenem Samstag finden auf dem Mülheimer Kirchenhügel auch wieder die Vorbereitungen für den mittlerweile traditionellen Adventsmarkt statt. Die ersten Hütten stehen schon:

Noch geschlossen: Hütten auf dem Adventsmarkt

Noch geschlossen: Hütten auf dem Adventsmarkt

Nur von der ganz großen Hütte an der Petrikirche, dem sogenannten „Petrikirchenhaus“, ist noch nicht viel zu erkennen:

Baugrube vor der „Mausefalle“

Baugrube vor der „Mausefalle“

Nach wie vor befindet sich an dieser Stelle eine große Baugrube, deren Ausmaße allerdings erahnen lassen, was für ein Klotz dort in den nächsten Monaten errichtet werden soll. Man darf wirklich gespannt sein, wie das Petrikirchenhaus im nächsten Jahr die Kulisse für die beschaulichen Hütten bilden wird. Von Mülheims schönster Altstadtansicht, der herrlichen „Mausefalle“, wird dann wohl nicht mehr viel zu sehen sein.

Der Adventsmarkt, an dem sich wieder zahlreiche gemeinnützige Vereine, Initiativen, Kindergärten, Schulen und auch viele Altstadtbewohner beteiligen, beginnt nächsten Freitag, am 28. November 2014 um 16:00 Uhr und wird bis einschließlich dem vierten Adventssonntag, also 21. Dezember 2014, stattfinden (Di. bis Fr. ab 16:00 Uhr, Sa. und So. ab 14:00 Uhr, Mo. geschlossen). Mein Tipp: Am ersten Adventssonntag, 30. November, lohnt es sich bestimmt, zusätzlich den „Markt der guten Taten“ zu besuchen (ist quasi direkt auf dem Adventsmarkt im Martin-Luther-Haus, Hagdorn 1).

Mülheimer Altstadtimpressionen Teil 6: Lichtverschmutzung

Und wieder ein neuer Aufreger – dieses Mal der WAZ-Bericht zur neuen Kirchenaußenbeleuchtung auf dem Kirchenhügel: Link. Ich habe dort gerade direkt einen Kommentar gepostet. Hoffentlich hilft es was – sonst sehe ich nämlich echt schwarz für die Mauersegler, die dort im Frühjahr vielleicht wieder nisten wollen: 😦

Angestrahlt: Petrikirche in Mülheim

Angestrahlt: Petrikirche in Mülheim

„So schön das Ganze auch auf den ersten Blick erscheint – wirklich durchdacht ist es nicht. Die pompöse Festbeleuchtung erstrahlt nämlich nicht nur zur Abendzeit, sondern die komplette Nacht durch und das auch noch von Bodenstrahlern aus, die wegen ihrer umweltschädigenden Wirkung ganz besonders in der Kritik stehen. Längst beschäftigen sich viele europäische Länder mit dem Thema Lichtverschmutzung – also mit der Zerstörung der Nacht. Nicht nur um Energie zu sparen, sondern auch, weil die permanente unnatürliche Dauerbeleuchtung ganze Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringt, z.B. Laubbäume zerstört, nachtaktive Tiere wie Fledermäuse schädigt, Zugvögel fehlleitet etc., gelten mittlerweile in Ländern wie Frankreich, Tschechien und Slowenien strenge Gesetze gegen Lichtverschmutzung. So empfiehlt z.B. die UNESCO

– die Reduzierung unnötiger Beleuchtung
– den völligen Verzicht auf Bodenleuchten
– begrenzte Beleuchtungszeiten, z.B. nur in den ersten Abendstunden.

Mehr zum Thema Lichtverschmutzung ist hier zu finden: http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtverschmutzung

Besonders ärgerlich ist, dass wir Bürger diesen Unsinn offenbar auch noch mitfinanzieren. Es bleibt nur zu wünschen, dass die Verantwortlichen es schaffen, den Schaden wenigstens etwas zu begrenzen, indem sie die Festbeleuchtung nur noch bis 22.00, max. 23.00 Uhr laufen lassen.“

Nachtrag: In der 4. KW erreichte mich die Info, dass auf Hinweis und Bitte aus der Bevölkerung die neue Beleuchtung der beiden Hauptkirchen in der Altstadt von 24.00 Uhr bis 6.00 Uhr in der Nacht ausgeschaltet wird. Danke, Mülheim!