Der Tierheimkalender 2020 ist da!

Heute in meinem Briefkasten gelandet: der neue Mülheimer Tierheimkalender für 2020! Randvoll mit wunderschönen Tierfotos (aufgenommen von Friedhelm Niederdorf) und den dazugehörigen Texten (erstellt von Marion Niederdorf). Und ich habe mich wieder gerne um Satz, Reinzeichnung und Druck-PDF gekümmert.

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Der Kalender ist wie immer gegen Spende beim Mülheimer Tierschutzverein, im städtischen Tierheim sowie bei vielen Tierärzten in Mülheim erhältlich. Es würde mich freuen, wenn alle Mülheimer Tierheimbewohner so wie Titelkatze Britt ein tolles, neues Zuhause finden.

Mit Linken diskutieren

Ein ganz typisches Beispiel für die derzeit in Deutschland gelebte Diskussionskultur hat sich in den vergangenen Tagen in einer Mülheimer Facebook-Diskussionsgruppe namens „Mölmsche Politik“ zugetragen. Dort ist für gewöhnlich der Hund begraben. Ein Teilnehmer postet hin und wieder Fotos von interkulturellen Festen, ein anderer den neuesten Raubüberfall usw.. Aber ab und zu kommt es eben doch zu politischen Themen, so wie vergangenen Mittwoch. Ein Mitglied veröffentlichte die Ankündigung, dass die AfD am Dienstag, 29.10.2019 um 19 Uhr in der Mülheimer Stadthalle einen Bürgerdialog veranstalten möchte. Neben zwei Politikern, die mir nichts sagten, soll auch Frau Dr. Weidel zugegen sein.

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Sofort meldeten sich einige empörte Stimmen: es sei ein „Unding“, wenn man „Rassisten“ in der Stadthalle auftreten lassen würde. Ich bat daraufhin um Belege dafür, dass es sich bei den drei AfD-Politiker/innen tatsächlich um „Rassisten“ handelt und vertrat außerdem die Ansicht, dass es eher ein Unding sei, Deutschlands größter Oppositionspartei keine Möglichkeit einzuräumen, Rede und Antwort zu stehen. Dass das innerhalb einer funktionierenden Demokratie möglich sein müsse, dass ich nicht in einem Land leben möchte, in dem es keine Redefreiheit gibt.

Es ist mir immer noch ein Rätsel, was an dieser Feststellung eigentlich so falsch ist.

In Sekundenschnelle wurde mir unterstellt, „Rassisten“ zu unterstützen, ich würde „nach Fascho Manier“ brüllen (keine Ahnung, was damit gemeint war) und ich wäre nun „enttarnt“. Ich würde meine Fähigkeit, „halbwegs Sätze bauen zu können“, für „schmutzige Ziele“ einsetzen.

Als Beleg für „Rassismus“ wurde sodann ein tendenziöser Artikel über Weidels Rede vom vergangenen Jahr im Bundestag gepostet – die Rede, in der sie sich über die ungezügelte Einwanderung beklagt hatte und das Wort „Kopftuchmädchen“ in einem Satz untergebracht hatte, in dem es auch um „Taugenichtse“ ging. Hierzu äußerte ich, dass sich „Taugenichtse“ in ihrer Aufzählung auch auf die „Messermänner“ hätte beziehen können, ich aber dennoch Schäubles damalige Rüge angemessen fand. Mir würde die Rhetorik auch nicht gefallen – zu sehr Bierzeltrede – das Thema hätte sie sachlicher und faktenbasierter behandeln können, denn natürlich würde nur ein vernünftiges Einwanderungsgesetz den Fachkräftemangel beheben. Wörtlich schrieb ich an einer Stelle: „‪Es ist nun aber so, dass durch die illegale, unkontrollierte Masseneinwanderung tatsächlich nicht gerade mehrheitlich Raketenforscher und andere geistige Überflieger zu uns gekommen sind, die dieses Land wirtschaftlich weiterbringen.“

Danach war die Hölle los. Obwohl ich diese an sich einfache Binsenweisheit mit zahlreichen Links belegen konnte, bekam ich für jeden neuen Beitrag die Rassismus-Keule übergezogen. Zum Beispiel führte ich aus, dass gerade Flüchtlinge aus unterschiedlichen Gründen (fehlende Sprachkenntnisse, fehlende Bildung, Traumatisierungen etc.) häufig leider nicht geeignet sind, als Fachkräfte zu arbeiten. Dies sei aber hinzunehmen, da wir schließlich aus humanitären Gründen und nicht aus wirtschaftlichen Gründen diesen Menschen helfen möchten. Ich erwähnte zudem, dass die Zuwanderer, die allein 2018 verdächtigt wurden, über eine Viertelmillion Straftaten begangen zu haben, wohl ebenfalls nicht als Fachkräfte in Frage kommen.

Es war eigentlich völlig egal, was ich schrieb, welche Statistiken ich anführte, wen ich zitierte. Es kam kein einziges vernünftiges Gegenargument, immer nur die Rassismus-Keule. Dabei ging es meinen Kontrahenten zusätzlich noch darum,

– mich zu beschämen („‪Frauen über 50 mit rot gefärbten Haaren sind sexuell frustriert‬“) und/oder
– mich zu diffamieren („‪Sie können sich Ihr gefälschtes, humanistisches Mäntelchen umhängen, so oft Sie wollen‬“).

Vor allem diese beiden Taktiken sind mir nun schon häufiger begegnet. Frei nach Mao: „Bestrafe einen, erziehe 100“. Zum krönenden Abschluss (ich hatte mich schon längst aus der Steinigung Diskussion zurückgezogen) wurde ich auch noch vom Moderator aus der Gruppe geschmissen und blockiert. Vier meiner Kontrahenten hätten sich über meine Beiträge bei ihm beschwert, erfuhr ich heute auf meine Nachfrage. „‪Extremistisches Gedankengut, egal von welcher Seite, wird hier nicht geduldet‬“ steht nun unter dem Thread. Beunruhigend, dass der simple Wunsch nach Redefreiheit neuerdings auch dazu gehört. Selbst der wurde – wie alle anderen Beiträge von mir in diesem Thread – komplett gelöscht.

Warum ich das alles schreibe?

– Weil es anderen ähnlich geht und

– weil die an Claudia Carius gerichteten Antworten (also die Beleidigungen und Diffamierungen) zum jetzigen Zeitpunkt immer noch dort öffentlich zu lesen sind. Wer die Diskussion nicht kennt, muss annehmen, dass diese Claudia Carius ununterbrochen Hakenkreuze und Ku-Klux-Klan-Bilder gepostet hat – anders lassen sich die boshaften Antwortbeiträge nicht erklären.

Es wundert mich nicht, dass sich mittlerweile nur noch jeder fünfte Deutsche in der Öffentlichkeit frei fühlt, seine Meinung zu äußern. In Diskussionsforen wie „Mölmsche Politik“ wird deutlich, warum das so ist.

Der Tierheim-Kalender ist da!

Wie jedes Jahr um diese Zeit: Der neue Tierheim-Kalender ist da! Die wunderbaren Fotos der Mülheimer Tierheimbewohner stammen erneut von Friedhelm Niederdorf, für die passenden Texte sorgte wie immer Marion Niederdorf und ich habe mich gerne wieder um Satz, Reinzeichnung und Druck-PDF gekümmert.

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Es würde mich sehr freuen, wenn der Kalender, der gegen Spende beim Mülheimer Tierschutzverein, im städtischen Tierheim und bei vielen Tierärzten in Mülheim erhältlich ist, nicht nur dazu beiträgt, dass das Städtische Tierheim Mülheim an der Ruhr unterstützt wird, sondern auch einigen Tierheimbewohnern den Auszug in ein neues Zuhause ermöglicht. Zum Beispiel Paul, dem American-Bulldog-Mischling, der seit Juli 2016 auf den richtigen Menschen wartet. Die hübsche Titelhündin lebt übrigens mittlerweile bei einer netten Familie, die sich mit Staffordshire-Hunden auskennt.

Neues zur Leineweberstraße

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Wertvoll und einzigartig: Die Platanen-Allee in der Leineweberstraße im April 2017.

Mittlerweile habe ich mich mit der Mülheimer BaumWatch-Gruppe auf Facebook in Verbindung gesetzt. Natürlich möchte auch sie verhindern, dass die wunderschöne, schützenswerte Platanen-Allee der Leineweberstraße der Kettensäge zum Opfer fällt. Ich habe nun die Hoffnung, dass eine rege Beteiligung bei der Info-Veranstaltung am kommenden Donnerstag (27.04., 18:00 Uhr in der Dezentrale, Leineweberstr. 15-17) die Stadtbäume doch noch vor der Fällung retten kann. Es ist zudem möglich, sich schriftlich beim

Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Stadtentwicklung
Herrn Blasch
Hans-Böckler-Platz 5
45468 Mülheim

für den vollständigen Erhalt einzusetzen. Und es existiert seit heute eine Online-Petition, die nicht nur unterschrieben, sondern auch sehr einfach über die sozialen Netzwerke weiterverbreitet werden kann: Link

Mülheims Masterplan

Neues aus Mülheim: Wie die WAZ zuletzt am 07.04.2017 vermeldete, soll die Leineweberstraße – und damit wohl die letzte Allee in der Mülheimer Innenstadt – nun „freundlicher gestaltet werden“ (Link). Das bedeutet nach dem Geschmack der Mülheimer Politiker mal wieder: Abholzen, was das Zeug hält. Nachdem für das umstrittene Ruhrbania-Projekt schon trotz zahlreicher Bürgerproteste das Gartendenkmal der Ostruhranlagen samt wertvollen alten Baumbestand plattgemacht wurde, soll es bereits in diesem Jahr zwölf Platanen der Leineweberstraße an den Kragen gehen – um Platz für drei (!) Parkplätze zu schaffen. Insgesamt sind nur zwei Ersatzpflanzungen vorgesehen.

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Die Leineweberstraße ist eine der ganz wenigen grünen Oasen inmitten der Stadt Mülheim. Dass dort einige Leerstände zu beklagen und nicht so viele attraktive Geschäfte zu finden sind, wird ganz sicher nicht an den schönen alten Bäumen liegen. Lt. WAZ-Artikel vom 08.02.2017 (Link) geht die Stadtverwaltung davon aus, dass die massive Ausdünnung von fast jeden zweiten Baum den Alleecharakter nicht einschränken wird – was allerdings nur sehr schwer vorstellbar ist. Denn die Leineweberstraße ist gerade wegen ihrer relativ hohen Anzahl an alten Bäumen besonders attraktiv, bietet vor allem in den Sommermonaten eine angenehm kühle Atmosphäre unter einem dichten grünen Blätterdach. Die Idee, unbedingt mehr Licht in diesen Bereich bringen zu wollen, wird keine Verbesserung darstellen, denn ohne das viele Grün wird dann nur eines überdeutlich: Dass die Straße außer relativ hässlichen Geschäftshäusern nicht viel zu bieten hat (siehe Foto). In der PDF „Masterplan öffentlicher Raum Mülheim an der Ruhr 2015“ (Link) kann selbst die schöne Animation auf Seite 24 nicht darüber hinwegtäuschen. Hier ist übrigens auch erkennbar, dass die Planung von völlig anderen Bäumen ausgeht. Wie schon bei Ruhrbania liegen also offensichtlich Welten zwischen Entwurf und Realität.

Jetzt hat das Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Stadtentwicklung alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Info-Abend eingeladen: Donnerstag, den 27.04.2017 ab 18:00 Uhr in der Dezentrale, Leineweberstraße 15-17. Veranstaltungen dieser Art sind in der Regel deprimierend, weil sie an der bereits beschlossenen Sache nichts mehr ändern können. Ich bin aber trotzdem mal gespannt, ob die Kosten, für die die Anlieger nun entgegen der ursprünglichen Planung aufkommen sollen, ein Thema sein werden. Hätte man sich auch für die Umgestaltung entschieden, wenn die vorher bekannt gewesen wären? Und warum wurde der Landschaftsbeirat zu der Lichtung der geschützten Allee nicht befragt? Der hätte bei Änderungen dieser Art nämlich ein Vetorecht gehabt.

Er ist wieder da!

Der beliebte Tierheimkalender liegt bereit.
Der beliebte Tierheimkalender liegt bereit.

Der vom Tierschutzverein Mülheim an der Ruhr herausgebrachte Kalender erfreut sich schon seit vielen Jahren großer Beliebtheit und ich habe mir sagen lassen, dass der diesjährige besonders gut läuft. Vielleicht liegt es an der hübschen Titelkatze? Die wunderbaren Tierfotos stammen wie immer von Friedhelm Niederdorf, die passenden Texte von Marion Niederdorf und ich habe mich um Satz, Reinzeichnung und Druck-PDF gekümmert. Der Kalender ist beim Mülheimer Tierschutzverein, im städtischen Tierheim und bei vielen Tierärzten in Mülheim gegen eine Spende erhältlich. Der Erlös geht an das Städtische Tierheim Mülheim an der Ruhr.

Same procedure as every year

Aktuelle und ehemalige Tierheimbewohner zieren den Kalender.
Der Mülheimer Tierheimkalender ist da!

Der Kalender ist schon seit einigen Tagen bei den Mülheimer Tierärzten und beim Tierschutzverein Mülheim gegen eine Spende erhältlich. Mit den Einnahmen wird das Städtische Tierheim unterstützt. Die wunderbaren Fotos und Texte stammen wie immer von Marion und Friedhelm Niederdorf. Ich habe mich mal wieder um Satz, Reinzeichnung und Druck-PDF gekümmert.