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Für die Tonne

Ein Jahr für die Tonne

Ein Jahr für die Tonne

Stammt nicht von Benjamin Franklin der Spruch, es würde in dieser Welt nichts „Sicheres als den Tod und die Steuern“ geben? Nun, ja, mit beiden Dingen möchte ich eigentlich so wenig wie möglich zu tun haben. Ich werde nun also doch keine Steuerfachangestellte. Und das ist auch gut so.

Die Geschichte ist zu lang, um sie hier in einen Blogeintrag zu packen – ich sollte wirklich mal ein E-Book darüber schreiben. Nur so viel: Falls Ihr Freiberufler seid und nach einer längeren Krankheitsphase von einer freundlichen Sozialarbeiterin gesagt bekommt, Ihr solltet unbedingt eine „Teilhabe am Arbeitsleben“ beantragen – lehnt lieber dankend ab. Oder fragt mich nach meinem E-Book (nach der Lektüre werdet Ihr mit Sicherheit dankend ablehnen).

Es ist so herrlich: Ich sitze jetzt wieder in meinem Altstadtbüro, kann Radio hören, Kaffee trinken und mich endlich mal in Ruhe mit meinem neuen Internetauftritt befassen. Mein Gott, wie schön das Leben sein kann. Von mir aus soll es 2015 so weitergehen … 😉

Neustart

Steuern

In dieser Welt gibt es nichts Sicheres als den Tod und die Steuern. (Benjamin Franklin)

Wie ich in meinem Artikel „Bin wieder da“ ja schon etwas kryptisch angedeutet hatte, gibt es für mich nun wieder viele verschiedene Möglichkeiten zu leben. Als ich den Satz geschrieben hatte, hatte ich noch an so etwas Ausgefallenes wie Schafehüten in Irland, Tomatenanbau in Goa oder einen endlos langen Abenteuertrip durch alle fünf Kontinente gedacht. Während meiner Anschlussheilbehandlung an der Nordseeküste wurde ich tatsächlich darin bestärkt, mal etwas Neues zu machen. Nämlich einen Antrag auf „Teilhabe am Arbeitsleben“ zu stellen. Es folgte eine Menge Formularkram mit der Deutschen Rentenversicherung und nach einigem Hin und Her schließlich eine Einladung zu einer mehrwöchigen Berufsfindungsmaßnahme in Oberhausen. Überraschenderweise kam dabei heraus, dass ich über ein ziemlich gutes Zahlenverständnis verfüge. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich werde Steuerfachangestellte.

Warum ausgerechnet Steuerfachangestellte?

Warum eigentlich nicht? Steuerfachangestellte werden überall so sehr gesucht, dass in diesem Bereich – im Gegensatz zur Werbebranche – so gut wie gar keine Altersdiskriminierung existiert. Selbst über 50-jährige Steuerfachangestellte haben noch eine echte Chance, eine gut bezahlte, sichere Festanstellung zu erhalten und sich – wenn sie es möchten – innerhalb weniger Jahre weiterzuqualifizieren, z.B. zur Steuerfachwirtin oder Bilanzbuchhalterin bis hin zur Steuerberaterin.

Ist Mediengestaltung nicht viel interessanter?

Nicht, wenn man sich wie ich seit 30 Jahren damit beschäftigt. Außerdem kann ich mich bei einem Mediengestalter-Job in der Regel sowieso nur bis zu 20% kreativ austoben, der Rest besteht aus Routine, Vorgabe und auch jeder Menge Eintönigkeit. Wer einmal einen ganzen Tag lang Baumaschinen freigestellt hat, wird mir sicher beipflichten. Da mache ich wirklich lieber meine Einnahmenüberschussrechnung oder befasse mich mit der Umsatzsteuervorauszahlung.

Und jetzt?

Jetzt sitze ich also wieder in einer Schulklasse, erledige Hausaufgaben und schreibe demnächst Klausuren. Und ob Ihr’s glaubt oder nicht: Es macht mir tatsächlich Spaß. Nach jahrelanger Selbstausbeutung einen geregelten Tagesablauf zu erleben, nette Klassenkameraden und engagierte Lehrer zu haben – das sind alles Dinge, die mir einfach nur gut tun. Wenn alles wie geplant läuft, werde ich im Januar 2017 meine Abschlussprüfung vor der Steuerberaterkammer ablegen. Und dann sehen wir mal weiter … 😉