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SuB-Challenge: Süchtig nach Leben

Mit meiner April-Herausforderung – „Süchtig nach Leben“ von Peggy Parnass – bin ich schon wieder nicht sehr weit gekommen: Seite 22 und dann habe ich aufgegeben. Dabei ist das Vorwort von Ralph Giordano eigentlich recht vielversprechend und dass die Autorin viel erlebt und viel zu erzählen hat, ergibt sich schon aus ihren Beschäftigungen als Schauspielerin, Sängerin, Dolmetscherin, Reporterin und Autorin. Und ihrem politischen Engagement.

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Aber schon der erste Text „Wo es schön war“ zum Thema „Heimat“ (weil ihr das Wort so fremd ist, schreibt Peggy Parnass im weiteren Verlauf lieber nur über das „Zuhause“) ist mir zu anstrengend. Dazu muss man wissen: Peggy Parnass‘ Eltern wurden in Treblinka ermordet und sie wuchs teils in London, teils in verschiedenen Pflegefamilien in Schweden auf. Zudem studierte sie in allen möglichen europäischen Städten und reiste sehr viel – kann also wirklich als Kosmopolitin bezeichnet werden. Folglich ist „Heimat“ oder „Zuhause“ für sie so ziemlich jeder Ort, an dem sie sich wohlfühlt, aber auch Freunde, Sprachklänge und Erinnerungen. Es zieht sich also über mehrere Seiten ein ganz faszinierend buntes Sammelsurium an allen möglichen Eindrücken aus allen möglichen Ländern, es werden diverse Pflanzen, landestypische Speisen und Tänze etc. beschrieben und ich kann als Leserin nachvollziehen: Ja, das alles ist Peggy Parnass wichtig, das spielt in ihrem Leben eine Rolle. Das ist für sie Heimat und Zuhause. Ich vermute, dass sie auf den restlichen Seiten des Buches in diesem Stil weitermacht und auf jeden einzelnen Punkt genauer eingeht. Ihre zahlreichen Reisen beschreibt, von ihren vielen Freundschaften erzählt und dass auch das Essen nicht zu kurz kommt – auf jeden Fall stehen im Anhang des Buches einige ihrer Lieblingsrezepte.

Leider fühlte ich mich davon einfach nur überfordert. Too much information. Vielleicht brauchen manche Bücher auch etwas Zeit. Das Buch kommt zurück in meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) und ich stelle mich nun erst einmal meiner Mai-Herausforderung: „Geständnisse eines Werbemannes“ von David Ogilvy.

Literaturangabe:

„Süchtig nach Leben“
von Peggy Parnass
Konkret Literatur Verlag, Hamburg

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