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Do you want to make history?

Schöne neue Kampagne von der Vegan Society – mehr Infos dazu auch unter http://www.vegansociety.com/sign-up-make-history/

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S.O.S.: Green is the New Red

Mittlerweile ist immer mehr über die skandalösen Hintergründe, die zu Paul Watsons Festnahme geführt haben, bekannt geworden und ich frage mich langsam, ob in Deutschland jetzt passend zur Fußball-Europameisterschaft ukrainische Verhältnisse eingeführt werden. Aber so weit muss ich eigentlich gar nicht gehen, schließlich waren in unserem Nachbarland Österreich vor gar nicht allzu langer Zeit ähnlich haarsträubende Repressionen gegen Tierschützer und Tierrechtler möglich (Filmtipp: Der Prozess). Aber der Reihe nach:

Paul Watson wurde tatsächlich 2002 von den Behörden in Costa Rica beschuldigt, während seines Einsatzes gegen Haiwilderer „Behinderung der Schiffahrt“ begangen zu haben. Dieses Verfahren wurde aber nach richterlichen Anhörungen und der Vorlage von Videomaterial nicht weiterbetrieben. Watson unternahm seitdem etliche Reisen durch ganz Europa, hielt u.a. 2010 auf Einladung der Tierschutzpartei einen großartigen Vortrag in Hannover (Link). Fast 10 Jahre später, im Oktober 2011, erinnerte man sich in Costa Rica plötzlich an den Vorfall mit den Haiwilderern und stellte einen Auslieferungsantrag, seltsamerweise im gleichen Monat, in dem auch auch das japanische „Institut für Walforschung“ eine Klage gegen Sea Shepherd in die Wege leitete. Am 2. März 2012 teilte Interpol allen 190 Mitgliedstaaten schriftlich mit, dass man für Paul Watson keine „red notice“ – also kein Festnahmeersuch – herausgeben würde, da im Falle seiner Festnahme politische Motive nicht ausgeschlossen werden könnten (Quellen: u.a. Wikipedia).

Wie konnte es dann überhaupt letzte Woche in Frankfurt zu einer Festnahme kommen? Waren die deutschen Behörden uninformiert und ist es ihnen jetzt einfach nur zu peinlich, sich einzugestehen, dass sie den wohl weltweit bekanntesten Meeresschützer ohne ausreichende Gründe festgenommen haben, obwohl selbst Interpol davon abrät? Oder haben eben doch politische und wirtschaftliche Verstrickungen dazu geführt und wenn ja, welche? Paul Watson spricht davon, dass er einige mächtige Feinde hat, vor allem die japanische Regierung: Link

Watsons Anwälte sind überzeugt, dass er in Costa Rica niemals einen fairen Prozess erhalten wird – allein das ist schon ein Grund, seine Auslieferung abzulehnen und ihn aus der Haft zu entlassen. Doch statt das endlich zu veranlassen, können sich die hessische Staatsanwaltschaft und das Justizministerium anscheinend nicht darüber einigen, wer denn nun eigentlich ein Auslieferungsverfahren aus politischen Gründen stoppen soll.

Kommenden Montag, nach weltweiten Protesten, zehntausenden E-Mails, Telefonaten und Telefaxen, wird Paul Watson das Gefängnis verlassen – allerdings nur gegen 250.000,- Euro Kaution und mit der Auflage, vorerst in Deutschland bleiben zu müssen, bis endgültig über seine Auslieferung entschieden wurde. D.h., dass er weiterhin um sein Leben fürchten muss, seine Tierschutzarbeit nicht aufnehmen kann und dass die Proteste weitergehen werden. Wenn zwei Tage später, am Mittwoch, dem 23. Mai 2012, die costa-ricanische Präsidentin Chinchilla ihren Staatsbesuch in Deutschland beginnt, kann es gut möglich sein, dass sie nicht nur mit militärischen Ehren, sondern auch von einigen Demonstranten begrüsst wird – während zeitgleich das deutsche Justiz- und das Außenministerium in einem gigantischen internationalen Shitstorm versinken. Denn diesen Tag hat Sea Shephard zum S.O.S.-(Save-Our-Skipper-)Tag ausgerufen und zahlreiche Kundgebungen vor deutschen Botschaften und Konsulaten angekündigt. Es ist anzunehmen, dass zigtausende Unterstützer, die nicht vor Ort sein können, dann vor allem dem Aufruf, Frau Leutheusser-Schnarrenberger und Herrn Westerwelle per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren, folgen werden: Link

Weitere interessante Informationen zu dem Thema wie die Ökologie- und Tierbefreiungsbewegung immer mehr in das Fadenkreuz der Staatsapparate gerät, verspricht übrigens die Lesereise von Will Potter („Green Is the New Red“) – der US-amerikanische Journalist und Autor kommt u.a. am 5. Juni nach Dortmund und 6. Juni nach Düsseldorf.

Hoffe ich jedenfalls.

Free Captain Paul Watson!

Sea Shepherd-Gründer Paul Watson ist vergangenen Sonntag in Frankfurt verhaftet worden und steht nun vor seiner Ausweisung nach Costa Rica. Grund: Er soll 2002 Haifischflossen-Wilderer bei ihrem blutigen Treiben gestört haben. Ihm werde, so ein Sprecher der hessischen Generalstaatsanwaltschaft, ”Eingriff in den Schiffsverkehr“ vorgeworfen. (Quelle: n-tv)

Dafür sollte man ihm eigentlich das Bundesverdienstkreuz verleihen, statt ihn zu verhaften. Für seine sofortige Freilassung kann hier unterschrieben werden: Link. Außerdem bittet die Organisation Sea Shepherd darum, die Ministerin für Justiz Frau Leutheusser-Schnarrenberger deswegen direkt anzuschreiben: www.seashepherd.org. Sea Shepherd Deutschland schlägt folgenden Text vor:

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Bundesministerin für Justiz
Deutscher Bundestag
Platz der Republik
11011 Berlin
Telefon: 030 – 227 751 62
Telefax: 030 – 227 764 02
E-Mail: sabine.leutheusser-schnarrenberger@bundestag.de

Bundesministerium für Justiz
Mohrenstrasse 37
10117 Berlin
Telefon: +49 (030) 18 580-0
Telefax: +49 (030) 18-580-9525

Beispielbrief:

Sehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger,
ich bin sehr besorgt darüber, zu hören, dass Paul Watson, Captain und Gründer von Sea Shepherd, in Deutschland festgenommen wurde und möglicherweise nach Costa Rica ausgeliefert werden soll. Ich bin der Meinung, dass der Haftbefehl, der zu der Festnahme von Captain Watson führte, politisch motiviert ist, vermutlich aufgrund eines Vorfalls, bei dem Sea Shepherd illegale Shark-Finning-Aktivitäten aufdeckte.
Ich unterstütze Sea Shepherds Bemühungen, illegalen Fisch- und Walfang auf der ganzen Welt zu beobachten und aufzudecken und bin der Meinung, dass einige illegale Fischerorganisationen versuchen, die internationalen Gesetze zu nutzen, um Sea Shepherd aufzuhalten.
Ich bitte Sie eindringlich im Bezug auf den Auslieferungsantrag zu berücksichtigen, welch wertvolle Arbeit Captain Watson und Sea Shepherd weltweit leisten, um auf die Gefährdung unserer Ozeane aufmerksam zu machen.
Mit freundlichen Grüßen,

Aber natürlich kann auch jedes andere höflich formulierte Schreiben helfen, Paul Watsons Auslieferung zu verhindern. Weitere Informationen sind auf http://www.seashepherd.de zu finden und wer möchte, kann auf Facebook an der Veranstaltung Für die Freilassung von CAPTAIN PAUL WATSON teilnehmen.

Noch ein Nachtrag – gerade auf der Facebook-Seite des Wal- und Delfinschutz-Forums gelesen:
„Das WDSF nochmals darauf hin, dass es sich (auch) um eine Angelegenheit des Auswärtigen Amt handelt und dass dort Ansprechpartner Guido Westwerwelle ist, der bezüglich eines Auslieferungsersuchens im Rahmen des Haftbefehls gegen Paul Watson direkt in Costa Rica intervenieren kann. Deshalb E-Mails in aller Höflichkeit bitte an: guido.westerwelle@bundestag.de, poststelle@auswaertiges-amt.de. Noch viel wirkungsvoller sind allerdings perönliche Briefe an das Auswärtige Amt und Herrn Westerwelle per Post und/oder per Fax: Telefax: 03018-17-3402. Postanschrift: Auswärtiges Amt, 11013 Berlin. Wir haben diese effektive Vorgehensweise mit dem Europaparlamentarier Daniel Cohn-Bendit besprochen.“
(Quelle: https://www.facebook.com/delfinschutz)

PETA-Mahnwache in Berlin

Was für ein Abend – erst ging es über zwei Stunden bei ARTE um das Thema „Dürfen wir Tiere essen?“ (Link – die Sendungen sind noch sieben Tage abrufbar) und dann finde ich auf YouTube auch noch das Video:

PETA Deutschland hat heute vor dem Brandenburger Tor diese beeindruckende Mahnwache für die Opfer der Intensivtierhaltung abgehalten. Die gezeigten Leichen stammen aus Kadavertonnen. Für Veganismus-Einsteiger bietet Peta unter www.peta.de/veganprobeabo ein kostenloses Probeabo an, d.h. 30 Tage Infos und Tipps rund um das Thema pflanzliche Ernährung. Bei Rückfragen gibt es Kontakt zu einem persönlichen „Vegan-Coach“.
Hilfe vor Ort kann übrigens auch ein „Vegan-Buddy“ leisten. Der Verein „Die Tierfreunde“ hat hier zahlreiche kundige Helfer aufgelistet, die Interessierten gerne persönlich mit Rat und Tat zur Seite stehen.